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Newsletter der Pfarrei Pax Christi am Freitag neu!

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Angehörige der Pfarrei Pax Christi, liebe Schwestern und Brüder,

endlich Sommerferien! Keine Schule, ausschlafen, feiern, Freunde und Freundinnen treffen, kein Druck, vielleicht sogar verreisen: Diese Gedankenfetzen hätte man jedes Jahr bisher in eine gute, sinnvolle Reihe bringen können. Dieses Jahr sind wir dazu verleitet, die Sommerferien in einem neuen Licht zu betrachten. Es stimmt, keine Schule mehr, jedoch hat dies lange Zeit in den letzten Monaten gegolten. Schulen und Kindertagesstätten waren geschlossen. Mich hat beeindruckt, als eine junge Dame bei ihren Großeltern vorstellig wurde und sich beklagte, dass sie nun noch drei Wochen warten müsse, bis sie endlich wieder ihre Freundinnen sehe dürfe, ja mit ihnen lernen und die Lehrer wieder treffen könne.

Irgendwann im März fing alles an, fast ungläubig erlebten wir mit, wie unser gesellschaftliches Leben zurückgefahren wurde. Maskenpflicht ist uns inzwischen vertraut, wir freuen uns nun auch über Lockerungen, die Begegnungen ermöglichen. Für viele ist es ein Genuss, wieder mit Freunden speisen zu gehen. Auch in unserer Pfarrei ist das Leben mit Treffen, Austausch und Planung wieder aufgeblüht. Beschwerden und neue Pflichten werden angenommen, wir entdecken neue Wege, Kirche zu sein. Die Begegnungen über Bildschirm klappen erstaunlich gut und entwickeln neue Begabungen.

Sommer und Sommerferien teilen das Jahr. Im Sommer wird die Hälfte überschritten. Wir fragen uns, wie war die erste Halbzeit, und welche Bedeutung können wir aus unseren Überlegungen für die zweite Hälfte des Jahres gewinnen. Sind wir schon in der Hälfte? Oder wird uns der Coronavirus viel länger beschäftigen, als wir ahnen können. Auch diese Möglichkeit beschäftigt viele Menschen mit Sorge. Als Pfarrer bin ich froh, dass wir uns nicht haben lähmen lassen. Viele Wege, zueinander zu finden, wurden ausprobiert und haben sich bewährt. Einer dieser Wege ist der Newsletter. Viele lobende, dankbare Rückmeldungen haben uns erreicht. Manche unserer Gemeindemitglieder drucken den Brief aus und bringen ihn zu ihren Nachbarn, damit auch diese ihn lesen können. Aus unmittelbarer Not geboren haben schon einige diesen wöchentlichen Brief mit Hinweisen bestellt. Wenn wir uns gegenseitig begeistern, können wir bald über tausend Haushalte erreichen. Unser Öffentlichkeitsauschuss war auch sehr glücklich, dass wir nicht stumm geblieben sind. Jetzt stellen wir neue Fragen: Soll dieser Brief längerfristig bestehen bleiben? Ersetzt er gar das Kirchenblatt? Einige vermissen die gedruckte, schmuckvolle Ausgabe. Darüber sind noch keine Entscheidungen gefallen. Wir befragen unsere Gemeindeausschüsse, unser Öffentlichkeitsausschuss wird uns Vorschläge unterbreiten.

Worüber wir uns einig sind, dass das Wort „wir“ unsere ganze Gemeinde meint. Deshalb spielen für mich unser Pfarreirat, unser Verwaltungsrat und unsere Gemeindeausschüsse die entscheidende Rolle, dass wir gemeinsam mutig und vom Heiligen Geist geführt nicht nur durch diese Zeit kommen, sondern uns neu erfinden lassen als Gottes Volk. Aus diesem Grund unterschreiben wir, Bernhard Kaas als Vorsitzender des Pfarreirates und ich als Ihr Pfarrer, diesen heutigen Brief gemeinsam. Wir freuen uns, wenn Sie unseren Brief nicht nur lesen, sondern uns Rückmeldungen geben oder eigene Beiträge beisteuern.

Im Namen aller Gremien zusammen mit unserem Pastoral- und Sekretariatsteam wünschen wir Ihnen eine aufbauende, mußevolle Sommerzeit und reichlich Kraft für die zweite Hälfte, die wir gemeinsam angehen.

Bernhard Kaas (Vorsitzender des Pfarreirats) und Matthias Bender (Dompfarrer)

 

 

Newsletter Pax Christi 13/2020