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Newsletter der Pfarrei Pax Christi

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Angehörige der Pfarrei Pax Christi, liebe Schwestern und Brüder,

 

Vor wenigen Tagen habe ich zum ersten Mal die Schlagzeile gelesen, ein Staat habe die Corona-Krise für beendet erklärt. Wie schön wäre das, wenn nacheinander alle Staaten dieser Erde die Krise für beendet erklären könnten. Das träfe ganz gut unser aller Sehnsucht. Andererseits lesen wir mit Erschrecken, dass andere Staaten die Gefährdung durch das Corona-Virus weiterhin leugnen. Weltweit nehmen die Lockerungen zu, sie erleichtern das Zusammenleben und lassen uns zugleich stirnrunzelnd zurück, welche Folgen diese neue Freiheit bei aller Einschränkung hervorbringen kann.

Umso verwirrender scheint es, wenn ganz unterschiedliche Gruppen Verschwörungstheorien verbreiten. Was wir gesellschaftlich beobachten, spiegelt ganz gut unsere innere Verfassung. Die Unsichtbarkeit des Virus macht es uns schwer, mit Vernunft und liebender Umsicht in der Krise zu handeln. Manchmal sehnen wir einfach nur das Ende herbei. Unangenehme Zustände zu leugnen, scheint mir durchaus menschlich zu sein, zugleich nutzen wir jede Lockerung gern aus. Und natürlich suchen wir bisweilen Sündenböcke, wenn wir allein nicht weiter wissen.

Als Christen können wir einen langen Atem haben. In der Heiligen Schrift wird die Krise als Dauerzustand auf Erden verstanden. Himmlische Ruhe gibt es erst „im Himmel“. Paulus findet dafür immer wieder passende Worte, wenn er schreibt, dass wir von allen Seiten bedrängt werden und doch Weite finden. Unser Herr Jesus Christus ruft uns in den Stürmen des Lebens zu: „Habt Vertrauen, habt Mut, ich bin bei euch!“ In diesen Tagen vor Pfingsten können wir gemeinsam um die Sendung des Heiligen Geistes beten. In Christus sind wir auf ewig mit dem Himmel verbunden. In der göttlichen Liebe verwurzelt und darauf vertrauend werden wir bestehen und gestärkt aus dieser Zeit herausgehen. Das ist meine Zuversicht. Auch danach werden wir noch viele Bedrängnisse und Drangsale erleben. Paulus sagt dazu, alles werden wir überwinden durch den, der uns liebt. Meine Hoffnung ist, dass wir uns, persönlich und gemeinschaftlich, ernsthaft mit den Herausforderungen unserer Zeit beschäftigen und bereit sind, Neues zu tun und Verzichte zum Heil der Menschen zu leisten.

Ein Schritt in diese Richtung war die erste Online-Sitzung unseres Pfarreirates am 100jährigen Geburtstag des heiligen Papstes Johannes Paul II.  Dieser Papst begann seine Amtszeit mit dem programmatischen Ruf: „Habt keine Angst! Öffnet Christus die Tür eurer Herzen!“. In dieser von unserem Vorstand wunderbar geleiteten Sitzung spürte ich die Bereitschaft, sich nicht zu verstecken. Gleichzeitig wurde deutlich: Wir brauchen mehr Menschen, die sich für unsere Ausschüsse (Liturgie, Katechese, Caritas, Öffentlichkeitsarbeit, Eine Welt, Festausschuss und andere, vielleicht neue) einsetzen wollen. Wer meldet sich, wer lässt sich ansprechen?

Ich sehe noch viele Möglichkeiten in unserer an Talenten, Herzensgüte und Glaubenstiefe so reichen Pfarrei Pax Christi. Unsere Gottesdienstordnung ist bis auf weiteres beschlossen. Es ist eine ausgewogene Mischung von Eucharistie- und Wortgottesfeiern, so wie es unsere Bischöfe empfehlen. Die Gemeindeausschüsse haben bisher eine hohe Verantwortlichkeit und Einsatzbereitschaft gezeigt. Dafür bin ich sehr dankbar. In den nächsten Tagen lade ich dazu ein, von ganzem Herzen um den Heiligen Geist zu beten. Der Geist Jesu wird uns in die wahre Freiheit führen.    

 

Ihr Pfarrer Matthias Bender mit seinem gesamten Pastoral- und Sekretariatsteam

 

Newsletter Pax Christi 05/2020