Pfarreimitglieder auf Kundschafterreise
Das Bistum Speyer unternimmt in den Jahren 2016 und 2017 vier so genannte „Kundschafterreisen“. Sie führen nach England, Nicaragua, Südafrika und auf die Philippinen. Das Ziel der ein- bis zweiwöchigen Reisen unter dem Motto „Lernen von der Weltkirche“ besteht darin, die seelsorgliche Arbeit in anderen Ländern kennenzulernen und Anregungen für die Kirchenentwicklung im Bistum Speyer zu erhalten. Die Reisegruppen setzen sich aus ehren- und hauptamtlichen Teilnehmern aus den neuen Pfarreien zusammen.
Aus unserer Pfarrei Pax Christi haben sich Pastoralreferentin Luise Gruender und Tyko Dirksmeyer aus der katholischen Hochschulgemeinde an der Universität für Verwaltungswissenschaften beworben. Sie wurden als Reiseteilnehmer der 14-köpfigen Reisegruppe auf die Philippinen ausgewählt. Die Reise in das ostasiatische Land findet in der Zeit vom 8. bis 23. Februar 2017 statt. Auch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann wird diese Gruppe begleiten.
Bei den „Kundschafterreisen“ gehe es um ein Kennenlernen von pastoralen Ansätzen in verschiedenen Ländern, um in der Folge zu überlegen, „was uns bereichern kann für das konkrete Leben unserer Gemeinden oder Gemeinschaften in den neuen, größeren Pfarreien“, so der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge Domkapitular Franz Vogelgesang. Neben der persönlichen, menschlichen und geistlichen Weiterentwicklung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist ihm die spirituelle und theologische Reflexion der während der Reise gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse ein zentrales Anliegen.
Die Philippinengruppe wird bei einem mehrtägigen Aufenthalt im Pastoralzentrum Bukal ng Tpan Maryshore auf der Insel Negros das Konzept kennenlernen, wie die philippinische Kirche Basisgemeinden organisiert.
Eine Struktur von so genannten „kleinen christlichen Gemeinschaften“, in denen der Glaube gelebt und die Probleme des Alltags gemeinsam angegangen werden, bildet das Fundament von großen Pfarreien. Die Idee einer „partizipatorischen Kirche“ wie sie das II. Vatikanische Konzil entwirft, ist hier der Grundgedanke, bei dem die Kirche nicht dem Pfarrer oder dem Ordensmann „gehört“, sondern allen in der Gemeinde. Das heißt dann aber auch Verantwortung für einen Bereich, eine Gruppe zu übernehmen.
Nach dem Kennenlernen des Konzeptes wird die Reisegruppe auf der Nachbarinsel mehrere „kleine christliche Gemeinschaften“ besuchen, um die gelebte Praxis aber auch die Schwierigkeiten der Umsetzung zu erfahren. In täglichen Reflektionstreffen sollen nicht nur die Erfahrungen der Teilnehmer ausgetauscht werden, sondern auch darüber beraten werden, welche positiven Strukturen und Inhalte sich wie auf die Situation in unserem Bistum anwenden lassen. Auf der Reise wird die Reisegruppe die Möglichkeit haben, engagierten Laien in ländlicher und städtischer Umgebung zu begegnen und sich mit ihnen auszutauschen.
Vielleicht haben Sie Lust, uns auf unserer Reise virtuell zu begleiten? Dann lesen Sie bitte im Blog der Bistums-Homepage: http://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/kundschafterreisen. Dort können Sie unsere Reisenotizen und Bilder finden. Ebenfalls berichten hier die Kundschafter aus Nicaragua, Südafrika und England. Wir freuen uns mit Ihnen nach der Reise ins Gespräch zu kommen.
Luise Gruender