Geschützt, gehasst, geachtet?
Das Speyerer Jesuitenkolleg hat eine bewegte Gründungsgeschichte. Das Domkapitel holte in den 1560er Jahren die Jesuiten in die Stadt, um den Katholiken in der lutherischen Mehrheitsumgebung wieder zu neuer Kraft zu verhelfen – mit großem Erfolg. Die Jesuiten gründeten florierende Schulen und übernahmen die Predigt im Dom. Der lutherische Rat der Stadt aber reagierte empört und versuchte jahrzehntelang, die Jesuiten wieder loszuwerden. Eine bunte, oft unterhaltsame Geschichte, auf die wir an diesem Abend schauen.
Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr im Festsaal des Friedrich-Spee-Hauses (Edith-Stein-Platz 7 – barrierefrei). Um Anmeldung wird gebeten. Eintritt: 5,– €.
Dr. Daniela Blum ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Nach einem Studium der Katholischen Theologie, Psychologie und Politikwissenschaft wurde sie 2014 promoviert mit einer Arbeit zum konfessionellen Zusammenleben in Speyer (1555–1618). Ihr aktuelles Forschungsprojekt trägt den Titel „Buße, Körper, Gnade. Hagiographie als Theologie im Hochmittelalter“.
Information/Anmeldung: KEB – Telefon 06232 102-180; HPH – Telefon 0621 5999-162
Eine Veranstaltung des Forums Katholische Akademie, einer Kooperation der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Speyer, des Heinrich-Pesch-Hauses in Ludwigshafen und der Dompfarrei Pax Christi.