Abt – Gelehrter – Seelsorgebischof
Der gelehrte Priester Daniel Bonifaz von Haneberg trat 1850 in die Benediktinerabtei St. Bonifaz in München ein. Dort wurde er 1854 zum Abt gewählt. Er lehrte weiterhin an der Münchener Universität die Fächer Altes Testament und Orientalische Sprachen. Nachdem er einige Berufungen auf Bischofsstühle abgelehnt hatte, nahm er 1872 die Ernennung zum Speyerer Bischof an. Als liberal Gesinnter war er gerade in der Zeit des Kulturkampfes zwischen Staat und katholischer Kirche die geeignete Persönlichkeit für dieses Amt. Er war ein Bischof, der ganz in der Seelsorge aufging. Als 1873 die Cholera in Speyer ausbrach und viele Todesopfer forderte, pflegte der Bischof täglich mit seinen Mitarbeitern die Kranken in ihren Wohnungen und in den Spitälern.
Nach seinem Tod im Mai 1876 schrieb die Bistumszeitung „Der christliche Pilger”: „Der Schmerz und die Teilnahme war eine so allgemeine, wie wir sie noch niemals beim Tode eines Menschen wahrgenommen haben.”
25. Oktober 2016, 19:30 – 21 Uhr
Ort: Kirche St. Bernhard, Saal im Erdgeschoss
Kosten: 5 €
Anmeldung erbeten.
Veranstaltung des Forums Katholische Akademie, einer Kooperation der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Speyer, des Heinrich-Pesch-Hauses in Ludiwgshafen und der Dompfarrei Pax Christi
Information/Anmeldung: KEB – Tel. 06232 102-180; HPH – Tel. 0621 5999-162