Pilger der Hoffnung
Vor kurzem betete ich nach einer Vorlage: Lass uns nicht Gefangene unserer eigenen Vorstellungen sein.
Tatsächlich haben wir unsere eigenen Vorstellungen und sind dann enttäuscht, wenn die Wirklichkeit so ganz anders ist. Möglicherweise sind viele von uns mit zuversichtlicher Begeisterung ins neue Jahr gestartet und haben schon mindestens eine Bruchlandung hinter sich. Unsere Vorstellungen sind oft reine Wunschvorstellungen, die den Anforderungen unseres Lebens nicht gewachsen sind.
Statt nun einfach aufzugeben, sind wir eingeladen, dieses Jahr als Pilger der Hoffnung voranzuschreiten und der Frohen Botschaft Jesu zu vertrauen. Dazu passt der Satz eines Meditationslehrers, der im Blick auf unsere Gedanken schlicht sagt: „Ich muss nicht alles glauben, was ich denke.“ Die Botschaft Jesu lockt uns aus den Verstrickungen unserer Gewohnheiten und Gedankengänge. Ein Pilger ist unterwegs und weiß, dass das Ziel manchmal in weiter Ferne liegt. Doch das Ziel hat eine mächtige Anziehungskraft, wenn es in unserem Herzen lebt. Dann wächst uns die Kraft auf dem Weg zu, Schritt für Schritt. Die Worte Jesu sind Lebens-Worte.
Welches Wort trägt mich?
Wir sind eingeladen, solchen Worten Jesu zu glauben und zu vertrauen. Dann wird dieses Jahr bei allen möglichen Herausforderungen ein Jahr der Hoffnung sein.
Das ganze Pastoral- und Sekretariatsteam wünscht Ihnen und uns allen eine segensreiche Zeit mit einem Wort Jesu, das uns alle begleitet.
Herzliche Grüße,
Ihr Dompfarrer Matthias Bender