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Misereor-Gast informiert über ihre Arbeit in Sri Lanka

Der Eine-Welt-Ausschuss lädt zur Begegnung mit Vinayaga Devi Jayakanthan ein:

Donnerstag 13. März von 17 bis 19 Uhr im Friedrich-Spee-Haus, Edith-Stein-Platz 7.

Projektkoordinatorin J. Devi, SEDEC

J. Devi (38), Projektkoordinatorin von Caritas Sri Lanka-SEDEC, berät N. Rajanayagi (31). J. Devi begleitet die Menschen in den Siedlungen auf dem Weg, ihren Lebensunterhalt abseits der Teeplantagen zu bestreiten.

Dabei wird J. Devi ihre Arbeit mit tamilischen Frauen im Hochland von Sri Lanka vorstellen. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Austausch.

Einsatz für die Menschen im Hochland

J. Devi ist Koordinatorin des Green Golden Harvesters -Projektes in Badulla. Im Rahmen ihrer Arbeit bei Caritas Sri Lanka-SEDEC setzt sie sich für die Gemeinschaft der Malaiyaha, der Hochland-Tamil*innen, ein und bestärkt sie darin, die eigenen Rechte wahrzunehmen und ihre Lebenssituation zu verbessern.

Sie arbeitet mit unterschiedlichen Gruppen aus der Region zusammen, organisiert verschiedene Gruppen in den Plantagengemeinden und führt Workshops für die Menschen in den Siedlungen durch, um deren Situation zu verbessern und ihnen neue Perspektiven zu geben. Sie setzt sich dafür ein, dass die Interessen der Gemeinschaften auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.
→ Profil J. Devi

Sri Lanka, das früher Ceylon hieß, ist berühmt für seinen Schwarztee.

Doch der großflächige Teeanbau für den Weltmarkt fordert seinen Preis. Und den zahlen diejenigen, die auf den Plantagen wohnen und arbeiten. „Die Malaiyaha Tamil*innen wurden vor 200 Jahren von der britischen Kolonialmacht als Arbeitskräfte aus Südindien nach Sri Lanka gebracht. Sie und die meisten ihrer Nachfahren haben die Plantagen nie wieder verlassen. Seitdem sind sie eine diskriminierte Gruppe, Rassismus ist ein großes Problem: Ihre Rechte können sie oft nicht wahrnehmen oder einklagen, sie kommen schwerer an staatliche Dienstleistungen. Häufig besitzen sie keine Dokumente und haben deshalb, neben anderen Gründen, kaum Zugang zu höherer Bildung. Das Land, auf dem sie leben, gehört ihnen nicht, sie brauchen für alles eine Erlaubnis des Plantagenmanagements.

„Auf die Würde.Fertig.Los!“ – Fastenaktion von Misereor

“Die Würde des Menschen ist unantastbar.” Diese Worte aus unserem Grundgesetz bilden die wichtigste Regel für unser Zusammenleben. Weltweit wird die Menschenwürde jedoch immer wieder verletzt. In der Fastenaktion 2025 stellt Misereor die Menschenwürde und seine Partnerorganisation SEDEC in den Mittelpunkt, die sich genau dafür einsetzt.

Weitere Misereor-Aktionen und Termine in Speyer

Nähere Informationen zur Fastenaktion von Misereor

Text: Misereor, HB, red
Fotos: Kathrin Harms | Misereor