Kleine Kapellen versteckt hinter großen Fassaden
Startpunkt war die Kapelle des Marthaheimes, wo auch etliche Bewohner teilnahmen. Die Leiterin des Hauses, Frau Gudrun Wolter gestaltete zusammen mit den drei indischen Ordensschwestern aus Kerala, die eine Kommunität im Marthaheim haben, eine Andacht zum Thema Sommer. Die Ordensschwestern sangen ein Lied und beteten das Vater Unser in ihrer Heimatsprache Malayalam. Als Frucht des Sommers erhielten alle Teilnehmer eine Aprikose oder einen Pfirsich.
Die nächste Station war die Kapelle im Mutterhaus der Diakonissen. Dort leitete die Oberin, Schwester Isabella Wien, die Andacht an. An der Orgel war die langjährige Kirchenmusikerin im Mutterhaus der Diakonissen, die Diakonische Schwester Ruth Zimbelmann. Frau Wien erläuterte zudem die Glasfenster der Kapelle, die bei der Neugestaltung in den 1980er Jahren eingebaut wurden und thematisch u. a. mit den Werken der Barmherzigkeit Bezug nehmen auf den Auftrag der Diakonissen.
Anschließend ging es unter der Umgehungsstraße hindurch zur Nardini-Kapelle des Priesterseminars, die im Hauptgebäude untergebracht ist. Domkapitular und Regens Franz Vogelgesang musste leider kurzfristig absagen, da gleichzeitig eine Sitzung des Domkapitels anberaumt worden war. Frau Regina Mettlach aus dem Vorbereitungsteam sprang selbst ein und erläuterte die Fenster der Kapelle, die den Weg durch das Alte und Neue Testament farbenprächtig darstellen. Frederic Beaupoil von der Dommusik leitete eine kurze Vesper an.
Zum Abschluss ging es wie in den letzten Jahren nach St. Bernhard, in die Pax-Christi-Kapelle, die sich in der Krypta der Kirche befindet. Pfarrer Maximilian Brandt führte mit Gedanken zur Kapelle und zum Frieden ein in die Bedeutung der Kapelle, die weniger als 10 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges mit großer Unterstützung durch französische Gläubige errichtet wurde. Dann ging es in die Vorhalle der Kirche, wo die Gruppe Krempl mit einem beschwingten Sommerkonzert aufwartete, das wegen des unsicheren Wetters nicht auf den Stufen vor der Kirche stattfinden konnte.
Text und Bild: Rainer Papp