Afrika – der ausgeraubte Kontinent
Spätestens seit Veröffentlichung der Panama-Papers ist die Problematik der Steuervermeidung internationaler Firmen weit bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Länder des globalen Südens jährlich mehr Steuereinnahmen verlieren als an Entwicklungshilfe in die Staaten fließt.
Nico Beckert ist Fachpromotor für Rohstoffe und Rohstoffpolitik in Haus Wasserburg, einer Einrichtung des Pallottinerordens in Vallendar. Er sagt: „Afrika ist kein armer Kontinent. Afrika ist reich an Rohstoffen von denen die Bevölkerungen profitieren könnten. Steueroasen berauben die afrikanischen Gesellschaften aber um ihren Reichtum“.
Gold, Diamanten, Erdöl, Kupfer, seltene Erden – viele afrikanische Länder sind reich an Rohstoffen. Und dennoch gehören sie zu den ärmsten Ländern der Welt. Warum ist das so? Eine Ursache dafür ist die Steuerflucht von meist internationalen Unternehmen – mit illegalen und legalen, aber moralisch fragwürdigen Praktiken. Häufig sind diese Unternehmen im Rohstoffsektor tätig. Der Film „Afrika – der ausgeraubte Kontinent“ zeigt anhand des Beispiels Sambia, wie der Rohstoffmulti Glencore das Land um Steuereinnahmen bringt. Anhand eindrucksvoller Bilder werden die sozialen Auswirkungen der Steuerflucht, aber auch die Hintergründe und die Strukturen des globalen Netzes aus Steueroasen veranschaulicht.
Eine Veranstaltung des Speyerer Bündnisses für gerechten Handel in Kooperation mit dem AK Eine Welt der Pfarrei Pax Christi. Zum Bündnis für gerechten Handel gehören: Weltladen Speyer, ATTAC, BUND, NABU, Die Grünen, Vertrauensleute Ver.di, Mechtersheimer Hofladen, Rosa Luxemburg Club Speyer, DGB, Die Linke.
Text: Speyerer Bündnis für gerechten Handel; Bild: NASA/NOAA/GSFC/Suomi NPP/VIIRS/Norman Kuring